Artikel-Schlagworte: „Friedhof“
Grabpflege – wer darf entscheiden?
Stellen Sie sich folgende Situation vor: Ihr Onkel ist vor kurzem verstorben. Und als Sie sein Grab besuchen, finden Sie darauf einen Strauß Nelken. Und wissen sofort: Ihr Onkel hätte diese Blumen furchtbar gefunden. Doch gibt es in solchen Fällen feste Vorschriften, was eine Grabstätte zieren darf? Diesen Beitrag weiterlesen »
Armenbegräbnisse – häufiger als gedacht.
Es sind hohe Zahlen der sogenannten Armenbegräbnisse, die im vergangenen Jahr stattfanden. Ganze 585 Menschen erhielten in Düsseldorf eine derartige Bestattung – veranlasst und organisiert vom Ordnungsamt. Diesen Beitrag weiterlesen »
Schon in der Antike ein Hit: Urnenbegräbnis im Kolumbarium
Ist Ihnen schon einmal ein Urnenwandsystem oder auch Kolumbarium begegnet? Wie der Name schon erahnen lässt, handelt es sich dabei um eine Lösung für Urnenbegräbnisse. Erfahren Sie mehr zu der Geschichte, den Fakten und Vorteilen der Kolumbarien. Diesen Beitrag weiterlesen »
Stirbt die christliche Bestattungskultur aufgrund sozialer Armut?
Die katholische Kirche oder besser der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst befürchtet dies zumindest. Denn die Gemeinden fordern hohe Gebühren für eine Bestattung, mit mindestens 5.000 Euro ist zu rechnen. Dazu kommen die Kosten für Blumenschmuck, Grabpflege, etc. Dies können sich arme Familien nicht leisten. Und die wachsende Zahl von sozial schwächer gestellten Personen verstärkt den Trend, anstelle einer üblichen Erdbestattung auf ein günstigeres anonymes Begräbnis auszuweichen.
Im christlich-theologischen Sinne bleibe dies nicht ohne Folgen, warnt Bischof Fürst. Denn durch die Anonymität verliere sich die Personalität des Menschen. Außerdem ist für viele von uns das Grab ein Ort, um von dem Verstorbenen Abschied zu nehmen, sich an ihn zu erinnern und mit ihm zu sprechen. Auf Friedhöfen sieht man immer wieder Menschen neben einem Grab sitzen, in sich gekehrt, in Gedanken bei dem Verstorbenen: Sie suchen Trost an dem Platz, an dem sie ihren Lieben beigesetzt haben. Das fehlt bei einer anonymen Bestattung vollends und verwehrt so den Hinterbliebenen die Trauerkultur. Daher ist ein Vorschlag des Bischofs, armen Familien einfache, nicht pflegeintensive Grabplätze anzubieten, beispielsweise mit Rasen bewachsene Flächen, um ihnen die übliche Form der Trauer zu gewähren.
Wer mehr dazu erfahren möchte, findet im folgenden Artikel alles über die Bedenken des Rottenburger Bischofs zu der Entwicklung unserer Friedhofs- und Trauerkultur.
Grabgestaltung mit persönlichem Bezug
Gestern, am Sonntag vor dem ersten Advent, war Totensonntag. Ein Tag, an dem die evangelische Kirche der Verstorbenen gedenkt. Darum haben gestern viele Menschen den Friedhof besucht und die Gräber mit Kerzen und Blumen geschmückt. Beim klassischen Erdgrab ist das so üblich, auch wenn es mit Kosten und Aufwand verbunden ist. Mit Pflanzen unterschiedlicher Art lässt sich ein Grab individuell gestalten, so wie es der Persönlichkeit des Verstorbenen entspricht. Chrysanthemen, beispielsweise, stehen für die über den Tod hinausgehende Liebe. Welche Bedeutung anderen Blumen nachgesagt wird, dazu finden Sie hier eine Übersicht.
Überlegen Sie doch mal, welche Bepflanzung zu Ihrem verstorbenen Angehörigen am besten passen könnte. Hat er zum Beispiel gern Golf gespielt? Dann können Sie eine kleine Rasenfläche mit Sandmulde und einer einzelnen hochragenden Blume als Fahne gestalten. Da die Grabsteine heute eher schlicht gehalten sind, nur mit Name, Geburts- und Todestag, ist es doch schön, dem Grab durch Blumen eine persönliche Note zu geben. Friedhofsgärtner sind hier auf dem neuesten Stand, was machbar und sinnvoll ist.
Mehr Infos finden Sie auch in einem aktuellen prisma-Artikel.
Haben Sie gerade ein Grab besonders schön hergerichtet? Dann erzählen Sie uns davon! Wir freuen uns über Tipps und Anregungen zum Thema Grabgestaltung und -pflege.
Im Trend: Diamanten aus der Asche von Verstorbenen. Eine prachtvolle Idee?
In einem vorherigen Beitrag haben wir bereits darüber berichtet, dass sich die Bedeutung von Friedhöfen stark verändert. Der ständige Innovationsdrang unserer Gesellschaft ist inzwischen auch bei Bestattungsarten erkennbar. So gibt es immer mehr Alternativen zur klassischen Beisetzung in einem Erdgrab. Die meisten Menschen entschließen sich für eine Feuerbestattung. Doch was passiert dann mit den sterblichen Überresten, also der Asche? Anstatt eines Urnenbegräbnisses oder der Bestattung auf See kann die Asche auch zu einem Diamanten verarbeitet werden. Eine ganz besondere Idee, die immer mehr Befürworter findet.
Wie das funktioniert? Die Asche des Verstorbenen wird mehrere Wochen lang bei intensiver Hitze von bis zu 2.500 Grad sowie unter hohem Druck von bis zu 60.000 Bar gepresst. So entsteht ein einzigartiger Diamant, der individuell geschliffen wird. Durch die spezifische chemische Struktur der Asche und den jeweiligen Kohlenstoffanteil wird er zum Unikat, so wie jeder Mensch ein Unikat ist. Auch farblich ist er unverwechselbar, weiß oder bläulich. Ein Diamant als wertvolles Erinnerungs- und Erbstück, das über Generationen hinweg weitergegeben werden kann, zum Beispiel eingearbeitet in einen kostbaren Fingerring – das ist der Gedanke, der dahintersteckt. Der Mensch ist vergänglich, ein Diamant nicht. Er soll die zeitlose Verbindung zu einem geliebten Menschen darstellen und genauso facettenreich sein wie dessen Leben.
Doch entsprechend der aufwändigen Verarbeitung sind die Kosten für diese Form der Erinnerung sehr hoch. Je nach Gewicht, das etwa von 0,4 bis 1,0 Karat reicht, beginnt der Preis für den Diamanten bei rund 4.000 Euro. Eine hohe Summe, die die Hinterbliebenen in der Regel nicht aufbringen können.
Aber was halten Sie überhaupt von der Möglichkeit, einen verstorbenen Angehörigen oder sogar sich selbst in einem Diamanten “wiederzufinden”? Verraten Sie uns Ihre Meinung! Direkt hier oder bei Facebook.
Friedhöfe überflüssig?
Sind Friedhöfe inzwischen “out”? Laut der Verbraucherorganisation Aeternitas und dem Verbund Deutscher Bestatter würden viele Menschen die Urne mit der Asche eines verstorbenen Angehörigen am liebsten mit nach Hause nehmen. In den meisten europäischen Ländern ist das sogar erlaubt. In Deutschland nicht. Alternativ entscheiden sich immer mehr Menschen für ein kostengünstiges Urnengrab oder ein Begräbnis der Urne in Friedparks, also Wäldern, die als Ruhestätte genutzt werden. Doch nicht alle wählen die Einäscherung. Eine Beisetzung im Sarg ist nach wie vor die Nummer eins der Bestattungsformen. Darum werden Friedhöfe wohl weiterhin erhalten bleiben. Wer eine klassische Beerdigung mit Trauerfeier bevorzugt, kann die Kosten dafür ganz bequem mit der Trauerfall-Vorsorge abdecken.
Aber wie stehen Sie zu dem Thema: Sollte es hierzulande möglich sein, Urnen zu Hause aufzubewahren? Haben Sie sich bereits über Alternativen zum Friedhof informiert? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!
Gepflegtes Grab zu Allerheiligen
In wenigen Tagen ist Allerheiligen und viele nehmen diesen Feiertag zum Anlass, den Friedhof zu besuchen und das Grab ihrer verstorbenen Angehörigen schön herzurichten. Mit neuer Erde, frischen Blumen, Wintergrün oder Gestecken und natürlich Kerzen. Laub und Äste werden entfernt, der Grabstein wird gereinigt und poliert, die Sträucher winterfest gemacht. Diesen Beitrag weiterlesen »



















